"First respond" - engl.= schnelle Antwort / schnelle Reaktion
Plötzlicher Herzstillstand und kein RTW schnell verfügbar - leider oft eine alltägliche Situation. Um die Überlebenschancen auch hier zu steigern, ging man bereits vor mehr als 25 Jahren bei der Berliner Feuerwehr dazu über, zunächst ein LHF zu entsenden um die Zeit zu überbrücken bis der weiter entfernte RTW eintrifft. Auch in anderen Teilen Deutschlands geht man bei Engpässen im Rettungsdienst zunehmend dazu über, Feuerwehreinsatzkräfte zu Notfallrettungseinsätzen zu entsenden um die Zeit zu überbücken bis ein geeignetes Rettungsmittel eintrifft. First respond wird das neudeutsch gern genannt. Vielerorts werden dafür eigene Fahrzeuge, sog. First Responder eingesetzt.
In Berlin werden seit einigen Jahren Freiwillige Feuerwehren am Stadtrand verstärkt als First responder in ihrem Ausrückebereich eingesetzt. Auch an der Serviceeinheit Aus und Fortbildung ist ein First Responder stationiert, der vom Personal der Rettungsdienstschule besetzt wird. Hierfür wurden die unterschiedlichsten Fahrzeuge eingesetzt. Mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II konnte nun die Beschaffung von zehn First-Responder-Fahrzeugen eingeleitet werden. Die ersten Fahrzeuge sind bereits eingetroffen. Die Voraushelfer-Fahrzeuge (VHF) verfügen über Digitalfunk, einen Notfallrucksack, Sauerstoffinhalationsapparat, Absaugeinrichtung sowie über einen Defibrillator LP 500. Zum Transport des Equipments in ausgedehnten Wohn oder Grünanlagen gibt es auch einen Trolley, auf dem Defi und Rucksack verstaut werden können. Besetzt ist ein First Responder-Fahrzeug mit zwei Einsatzkräften, die mindestens über die Ausbildung zum Rettungshelfer plus einer 32-stündigen Zusatzausbildung plus der Defiberechtigung verfügen müssen. Als Basismodell wird ein Opel Corsa 1.2 Twinport genutzt. Das Fünftürer-Modell ist mit einem 1,2 l Euro IV Otto-Motor ausgestattet, der 59 kW/80 PS leistet. Wie alle Neufahrzeuge sind auch die First Responder mit Unfalldatenspeichern (UDS) ausgerüstet.




