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PTBS
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Ziele von Einsatznachsorge

Die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr werden in ihrem dienstlichen Alltag mit Tod und Sterben, Leid und potentiell traumatisierenden Ereignissen konfrontiert. Damit sie aufgrund dieser belastenden Situationen nicht die Freude am Beruf, ihre Motivation und ihre eigene Gesundheit verlieren, ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte für den Umgang mit belastenden Situationen in der Ausbildung, während des Einsatzes und im Anschluss daran Informationen, Angebote und Unterstützung erhalten. Einsatznachsorge bedeutet Prävention von Belastungsfolgen wie der Posttraumatischen Belastungsstörung oder dem Burnout.

 

 

Allgemein gilt:

Auseinandersetzung mit dem Ereignis ist besser als Vermeidung.

  • Reden hilft bei der Verarbeitung,
  • etwas über mögliche Symptome zu wissen
  • vermittelt Sicherheit,
  • hilft diese einzuschätzen,
  • und etwas dagegen zu tun.

Die am Einsatz beteiligte Gruppe kann füreinander eine große Kraftquelle darstellen.

  • Gespräche unter Kollegen helfen,
  • ein verständnisvolles Verhalten stützt,
  • offener Umgang miteinander ist wichtig.

Aufgabe der Einsatznachsorge durch das Einsatznachsorgeteam ENT ist es, diesen Prozess bei belastenden Einsätzen aktiv zu unterstützen. Dabei ist es wichtig, dass es sich beim ENT um ein Angebot der Hilfe von Kollegen für Kollegen handelt.

 

"Ein Einsatz ist erst dann abgeschlossen, wenn es den Einsatzkräften wieder so gut geht, dass sie in der Lage sind, am Einsatzgeschehen wieder teilzunehmen."

 

Zu dieser aktiven Unterstützung gehören im Einzelnen:

 

  • schnellerer Abbau von einsatzbedingten Belastungsreaktionen (z.B. Schlafstörungen, belastende Erinnerungen, Verhaltensänderungen, Schuldgefühle),
  • Angebote zu schaffen, die Einsatzkräften nach kritisch belastenden Einsätzen Gemeinschaftsgefühl vermitteln (d.h. Betroffene nicht isolieren) und das gesamte Team stärken,
  • akute Belastungsreaktionen und posttraumatische Belastungsstörungen mit dem Ziel zu enttabuisieren, dass sie als normale Folgen der Einsatztätigkeit akzeptiert werden,
  • Traumatisierungen und negative Langzeitfolgen weitestgehend abzumildern, die zu frühzeitigem Ausscheiden aus dem Dienst führen können,
  • dass durch die Feuerwehrseelsorge bei Bedarf eine Begleitung mit religiösem Kontext angeboten wird und
  • die Vermittlung von weiterhelfenden Einrichtungen.