GRIMPDAY 2011

Eine Mannschaft der Höhenrettung der Berliner Feuerwehr nahm bereits zum 2. Mal an diesem europaweiten Leistungsvergleich teil.
Für die Unterstützung der Berliner Feuerwehr, die es uns ermöglichte mit zwei Dienstfahrzeugen die Dienstreise nach Namur anzutreten, möchten wir uns herzlich bedanken.
Diesmal beteiligten sich 30 Mannschaften. Wir konnten den 6. Platz belegen.
Jede Mannschaft musste sechs verschiedene Übungen auf dem weitläufigen Gelände der Zitadelle Namur absolvieren.
Aufgrund des großen logistischen Aufwandes kam es leider zu einigen Verzögerung beim Ablauf und einige Mannschaften konnten sich nicht allen Aufgaben stellen. Unserer Mannschaft war es aber möglich alle Aufgaben zu absolvieren.
Die einzelnen Aufgaben sind im Folgenden dargestellt.
1.Übung
Flussüberquerung
An zwei bereits über einem Fluss gespannten Seilen, musste eine Person auf der Trage
begleitet, zum anderen Ufer gebracht werden.
2. Übung
1. Kombinationsübung
Die Mannschaft musste einen steilen Gang durchqueren, an Seilen zweimal einen Graben
überqueren, anschließend in den Graben abseilen und an der gegenüberliegenden
Wand an einem Netzt aufsteigen.
3.Übung
2. Kombinationsübung
Es musste zuerst eine in einem PKW verunfallte Person gerettet und medizinisch versorgt
werden und anschließend über eine aufzubauende Seilbahn auf ein ca. 10m höheres
Niveau gebracht werden.
4.Übung
Patiententransport
Eine auf einer Trage liegende Person musste gesichert und schonend über einen steilen
Hügel transportiert werden.
5.Übung
Aufseilübung
Um eine Person auf einer Trage aus einem ca. 10m tiefen Graben eine steile Wand hinauf
zu bringen, mussten die Kollegen über Seile zum Zielpunkt aufsteigen um anschließend
die Trage begleitet nach oben zu ziehen.
6.Übung
Abseilübung
Eine Person musste auf der Trage äußerst schonend an einer 20 m hohen Wand abgeseilt
werden.

- Aufgabenstellung noch jungfräulich

- Die Trage ist am anderen Ufer. Es müssen noch zwei Kollegen den Fluss queren

- Anlauf zur ersten Station

- 1. Station: Überqueren eines Grabens

- 2. Station: Abseilen an einer Wand-zusätzlich ist ein Knoten im Seil zu meistern

- 3. Station: Aufstieg an einem Netz

- Rettung der Verletzten und Lagerung

- Transport mit der Seilbahn

- Den Hügel hinauf

- Zuerst war ein Aufstieg am Seil notwendig

- Die senkrechte Tragenrettung beginnt

- Die Trage wird "herausgereicht"
GRIMPDAY 2010 in Belgien
Der GRIMPDAY, internationaler Höhenrettungswettkampf verschiedener Rettungsorganisationen
(Feuerwehr, Zivilschutz, Militär, Polizei, etc.), wurde zum 5. Mal in Namur, der Hauptstadt der
Region Wallonien (französischsprachiger Teil Belgiens) ausgetragen. Es traten in diesem Jahr
28 Teams aus 9 verschiedenen Ländern Europas an.
Wir, die Höhenretter der Berliner Feuerwehr (FW 6100), waren nach diversen nationalen
Leistungsvergleichen erstmalig mit einer Mannschaft bei dieser Europäischen Meisterschaft
vertreten, um auch auf internationaler Ebene Erfahrungen zu sammeln und uns mit einer
guten Leistung zu präsentieren.
Um es vorweg zu nehmen: wir konnten uns für einen 2. Platz ehren lassen. Sieger wurde
die Höhenrettungsgruppe der FW Neuchatel aus der Schweiz, die 2009 den 2. Platz belegte.
sechs Rettungsübungen waren, verteilt auf vier Schauplätze, zu absolvieren, die nach der benötigten Zeit,
den technischen Fertigkeiten, der patientengerechten Rettung, sowie Teamgeist und
Einsatzführung bewertet wurden.
Die erste Übung bestand darin, eine verunfallte Mechanikerin aus einem an einem Kran auf-
gehängten Container per Schrägseil zu retten und an einem definierten Punkt zielgenau abzusetzen.
Eine 5m hohe Mauer stellte das Hindernis für Übung Nr.2 dar. Eine Patientin war in der Trage
liegend über eine Mauer möglichst schonend, jedoch zügig zu transportieren.
Rettung Nr. 3 spielte sich an der Außenwand eines neungeschossigen Gebäudes ab. Es
sollte ein verunglückter, noch im Seil hängender Industriekletterer aus seiner misslichen
Lage befreit werden. Der Zugang war nur am bereits installierten Seil möglich.
Die Trägerkonstruktion einer die Maas überspannenden Eisenbahnbrücke markierte den
4. Unglücksort.
Der auf dem mittleren Brückenauflager liegende Patient war nur durch Erklettern des äußeren
Brückenpfeilers und über mehrere horizontale Seilstrecken zu erreichen und sollte auf
ein bereitstehendes Schlauchboot ca. 10m abgeseilt werden.
Nach dieser Rettungsprüfung wurden die Teams mit mehreren Booten durch die Kanäle
Namurs zum Fuß des Zitadellenberges chauffiert.
Durch die Gewölbe der Zitadelle führte uns die 5. Aufgabe. Die mit halbmeterlangen,
geviertelten Baumstämmen, Geröll und Unrat präparierten und unwegsamen, teilweise
sehr niedrigen und verdunkelten Gänge waren von der gesamten Mannschaft zu passieren,
wobei die Helmlampen sich als unverzichtbarer Bestandteil der Ausrüstung erwiesen.
Wie bei allen andern Prüfungen musste auch hier die gesamte Ausrüstung (5x100m Bergseil,
Trage, Umlenkrollen, Karabiner, etc.) mitgeführt werden. Am Ende dieses Parcours war eine
verunglückte Radfahrerin medizinisch erstzuversorgen und unter Verwendung einer
Vakuummatratze/Schaufeltrage eine steile Böschung hinab, zu einem RTW zu tragen.
Die letzte der 6 Aufgaben bestand in der Rettung einer verletzten Person, welche einen
ca. 60o steilen, wildbewachsenen, 80m langen Hang in der Trage liegend, zur oben
befindlichen Straße zu befördern war. Eine recht mühsame Angelegenheit…
Mit Team- und Kampfgeist, entsprechender Fitness und angepasster Einsatztaktik gelang
es uns, die gestellten Aufgaben schnell und technisch versiert zu bewältigen, so dass wir
mit dem bereits erwähnten 2. Platz belohnt wurden.
Bei der Überwindung einiger sprachlicher Barrieren (fast ausschließlich französisch
sprechende Kampfrichter) unterstützte uns Frau Dr. Simone Stracke, stellv. Stützpunktleiterin
5305, dankenswerterweise.
Sie stellte sich auch als unsere permanent zu rettende Patientin zur Verfügung… Zudem
konnte die Charité-Ärztin Ideen und Anregungen für unsere Kooperation der Berliner
Höhenretter mit Berliner Notärzten sammeln, die wir hoffentlich in naher Zukunft konstruktiv
umsetzen können.
Die Teilnahme an diesem anspruchsvollen internationalen Höhenrettungswettkampf war
nur durch die Unterstützung unseres Wachleiters 6100 und Leiter der Höhenrettung
BAR Reiner Erbsmehl möglich, sowie der Behördenleitung.
Herzlichen Dank!
Leistungsvergleich Polen Stettin 2006
Wir waren im April 2006 in die Hafenstadt zu einem Leistungsvergleich/Austausch eingeladen.
Wir genossen 3 Tage die Gastfreundschaft der Berufsfeuerwehr Stettin und möchten uns hier
noch einmal für die maximale Umsorgung bedanken.
Gemeinsam bewältigten wir folgende Aufgaben: Retten einer Person aus einer stehen
gebliebenen Fensterputzgondel, Retten einer verletzen Person aus einem Schacht im inneren
eines Werftkranes sowie einer Verletzten aus dem Kessel eines alten Wasserturms.
Der Gegenbesuch der polnischen Mannschaft erfolgte im Mai 2007. Neben dem Besuch
einiger Berliner Sehenswürdigkeiten standen natürlich auch gemeinsame Übungen auf
dem Programm. Auf einem Marzahner Hochhaus (90m) musste eine Person aus dem Seil
gerettet und ein verletzter Arbeiter mittels Krankentrage zu Boden gebracht werden.
Am nächsten Tag wurde eine „Schluchtrettung“ simuliert. Dieses aufwendige Verfahren
forderte alle Beteiligten über viele Stunden.





























