Die Berliner Feuerwehr setzt sich aus der Berufs- und aus der Freiwilligen Feuerwehr
zusammen.
Zahlen, Daten, Fakten
1851 gegründet, ist die Berliner Berufsfeuerwehr die älteste Berufsfeuerwehr Deutschlands.
Mit knapp 3.600 Berufsfeuerwehrleuten ist die Berliner Feuerwehr zugleich auch die größte
Berufsfeuerwehr in der Bundesrepublik.
Im Land Berlin ist die Berliner Feuerwehr, genau wie die Polizei, eine nachgeordnete Sicherheits-
behörde der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.
Die Berliner Feuerwehr leistet jeden Tag rund 1.000 Einsätze. Dafür stehen tags über 556,
jede Nacht 538 Berufsfeuerwehrleute an 35 Feuer- und Rettungswachen und an 32 Rettungs-
dienststandorten im Dienst und besetzen jeden Tag bis zu 84 Rettungswagen (RTW),
17 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF), 45 Lösch-Hilfeleistungsfahrzeuge (LHF), 26 Drehleitern (DLK)
und diverse Sonderfahrzeuge. Rettungswagen sind mit zwei Feuerwehrleuten, LHF mit sechs
und Drehleitern mit zwei Einsatzkräften besetzt. NEF sind mit einer Feuerwehr-Einsatzkraft
(Rettungsassistent) sowie einem Notarzt besetzt.
Das Einsatzspektrum
Rund 80 Prozent ihrer Einsätze leistet die Berufsfeuerwehr in der Notfallrettung, also in der
Versorgung und Betreuung von verletzten oder akut erkrankten Menschen. Diese Einsätze
werden durch Rettungswagenbesatzungen geleistet. Zur Unterstützung bei lebensbedrohlichen
Verletzungen oder Erkrankungen stehen 17 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF), verteilt über das
gesamte Stadtgebiet, bereit. Für den Notfallrettungsdienst werden von den Einsatzkräften
nicht nur umfangreiche notfallmedizinische Kenntnisse gefordert, sondern ebenso menschliches
Einfühlungsvermögen und ein professioneller Umgang mit Menschen in Not.
Einen großen Anteil an unseren Einsätzen nehmen technische Hilfeleistungen, wie z.B. bei
Verkehrsunfällen, Wasser- oder Sturmschäden ein. Hierbei sind bei unseren Einsatzkräften
meist handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und soziale Kompetenzen gefordert.
Brände machen zwar nur noch drei Prozent unserer Tätigkeit aus, stellen aber immer wieder
besondere Herausforderungen an die Feuerwehrleute. Bei der Brandbekämpfung werden hohe
körperliche Ansprüche an die Einsatzkräfte gestellt, daher legen wir besonderes Augenmerk
auf Gesundheit und körperliche Fitness.
Mit den Einsatzmitteln der Feuerwachen (RTW, LHF, DLK) können rund 98 Prozent aller Einsätze
erledigt werden. Für besondere Einsatzlagen bei denen spezielles Einsatzgerät benötigt wird,
stehen auf den Feuerwachen Charlottenburg-Nord und Marzahn je ein Technischer Dienst mit
diversen Sonderfahrzeugen wie Feuerwehrkräne, Rüst- und Gerätewagen oder Abrollbehälter
bereit. Für die Ölbekämpfung auf Gewässern verfügt die Feuerwache Spandau-Süd über
entsprechendes Gerät. Bei Einsätzen mit einer großen Anzahl an Verletzten sind die Feuerwachen
Moabit und Tempelhof mit den erforderlichen Sonderfahrzeugen ausgestattet und für Einsätze
in großen Höhen und Tiefen gibt es auf der Feuerwache Marzahn einen Höhenrettungsdienst.
Fahrzeuge für den ABC-Schutz sind bei verschiedenen Feuerwachen angesiedelt, ebenso wie
Tanklösch- oder Sonderlöschfahrzeuge.
Die Schutzziele
Der für die Feuerwehr politisch verantwortliche Senator für Inneres und Sport hat mit der Leitung
der Berliner Feuerwehr im Jahre 2003 „Schutzziele“ vereinbart. Darin werden u.a. die Hilfsfristen
vereinbart. Das sind die Zeiträume innerhalb derer die Feuerwehr nach Eingang des Notrufes an
der Einsatzstelle eintreffen soll. Dazu wurde das Berliner Stadtgebiet in zwei Unterschiedliche
Schutzklassen ("A" und "B") aufgeteilt. Bei der Schutzzielklasse „B“ handelt es sich um vereinzelte
Bereiche am Stadtrand mit sehr geringer Bevölkerungsdichte.
Hilfsfristen Notfallrettungsdienst
• Eintreffen eines geeigneten Fahrzeuges
• innerhalb von 8 Minuten nach Notrufeingang
• in 75 Prozent aller Fälle (Schutzklasse "A") bzw.
• in 50 Prozent aller Fälle (Schutzklasse "B")
Hilfsfristen Brandbekämpfung/Technische Hilfeleistung
• Eintreffen von 14 Einsatzkräften
• innerhalb von 15 Minuten nach Notrufeingang
• in 90 Prozent aller Fälle (Schutzklasse "A") bzw.
• in 50 Prozent aller Fälle (Schutzklasse "B")
Alltag bei der Berufsfeuerwehr
Die Beamten auf den Feuerwachen und Rettungsdienststandorten versehen ihren Einsatz-
dienst in einem 12-Stunden-Schichtdienst. Sie arbeiten 48 Stunden pro Woche (einschließlich
Rufbereitschaftszeiten). Die Diensteinteilung erfolgt flexibel nach Bedarf und persönlichen
Wünschen, sofern diese sich mit der Aufrechterhaltung der ständigen Einatzbereitschaft in
Einklang bringen lassen. Berufsfeuerwehrleute sind für alle Funktionen ausgebildet,
entsprechend erfolgt der Einsatz abwechselnd auch in allen Funktionen, wie z.B. als Maschinist
auf dem LHF oder der DLK, in einer sog. Truppfunktion, als Atemschutzgeräteträger oder im
Rettungsdienst. Im Tagesdienst stehen neben der Bereitschaftszeit auch Arbeits- und Übungs-
dienste an. Jede Einsatzkraft ist fest einer Berufsfeuerwache zugeordnet. Etwa alle fünf Jahre
sollen die Einsatzkräfte ihre Dienststelle wechseln, um ihren Erfahrungsschatz zu erweitern.
Außerdem soll damit die Belastung möglichst gleichmäßig verteilt werden. Denn die
Einsatzbelastung ist auf vielen Feuerwachen ziemlich hoch. Insbesondere im Rettungsdienst.
Jeden Tag um 7 Uhr und um 19 Uhr erfolgt die Dienstübernahme auf den 67 Standorten. Rund
550 frisch ausgeruhte Feuerwehrleute treten ihren Dienst an und freuen sich auf die Heraus-
forderungen, die ihnen die kommenden zwölf Stunden stellen werden. 550 „ausgepowerte“
Berufsfeuerwehrmänner und –frauen werden in den wohl verdienten Feierabend (oder
Feiermorgen) entlassen und haben nun mindestens die nächsten 24 Stunden zeit, sich zu erholen.
Diejenigen, die ihren Dienst nun antreten, erhalten während der Diensteinteilung die Aufgaben,
die sie in den kommenden zwölf Stunden bekleiden werden. Danach erfolgt die Übernahme
und Prüfung der Einsatzfahrzeuge und -geräte. Ist die Technik gecheckt, machen sich die Berufs-
feuerwehrleute an die Zubereitung des Frühstücks bzw. des Abendbrotes. Auf den Feuerwachen
müssen sich die Einsatzkräfte ihre Mahlzeiten selbst zubereiten. Ein paar Kollegen finden sich
meist immer, die diese Aufgabe bereitwillig übernehmen und dabei nicht selten ein ungeahntes
kulinarisches Talent entdecken lassen. Während in der Nachtschicht nach dem Abendbrot
die Bereitschaftszeit beginnt, ist in der Tagschicht nach dem Frühstück „Arbeits- und Übungsdienst“
angesagt. Fahrzeuge müssen gewaschen werden, das Wachgebäude instand gehalten und
die Außenanlagen gepflegt werden. In jeder Wachabteilung gibt es Verantwortliche für die
Einsatztechnik, für die Medizintechnik, für Aus- und Fortbildung und für „Haus & Hof“.
Sind alle Arbeiten erledigt, steht der Wachunterricht an. Jeder Kollege ist regelmäßig einmal
damit dran, ein Kurzreferat zu einem Thema zu halten, der Wachabteilungsleiter informiert über
Neuerungen. Auch praktische Übungen werden regelmäßig durchgeführt. Immer natürlich
vorausgesetzt, es kommt kein Einsatzdazwischen! Um 12 Uhr steht dann das Essen auf dem Tisch,
das von ein paar Kollegen in der Zwischenzeit zubereitet wurde. Aber nicht selten kommt spätestens
jetzt ein Einsatz dazwischen, der sprichwörtliche „12 Uhr-Gong“, denn um die Mittagszeit ist das
Einsatzaufkommen der Feuerwehr am höchsten. Diejenigen, die Glück haben und nicht „raus“
müssen haben nun bis 15 Uhr Bereitschaftszeit. In der Bereitschaftszeit können die Einsatzkräfte
eigenen Beschäftigungen nachgehen. Sie können lesen, fern gucken, sich entspannen oder Sport
treiben. Immer natürlich unter der Voraussetzung, jederzeit sofort zum nächsten
Einsatz ausrücken zu können.
Nachmittags stehen dann Sport und weitere Arbeitsdienste auf dem Programm. Für die
sportlichen Aktivitäten stehen auf allen Wachen gut ausgestattete Sporträume zur Verfügung.
Ein Großteil der Wachen verfügt darüber hinaus auch über Indoorcycling-Räume wo unter
Anleitung von ausgebildeten Trainern für die Kollegen Indoorcycling-Trainings angeboten werden.
Auf einigen Wachen haben sich die Feuerwehrleute in Eigeninitiative auch Beachvolleyball-Plätze
eingerichtet, die in den Sommermonaten intensiv genutzt werden. Aber auch beim Sportprogramm
heißt es natürlich alles stehen und liegen lassen, wenn der Personenrufempfänger piept und den
nächsten Einsatz ankündigt. Nach dem Sport werden die vom Vormittag liegen gebliebenen
Arbeiten zu Ende gebracht, oft genug stehen auch Außentermine wie die Besichtigung von neuen
Gebäuden oder die Prüfung von Brunnen.
Der Dienst bei der Berufsfeuerwehr ist anspruchsvoll, aber sehr abwechslungsreich. Jeder Tag
hält neue Herausforderungen bereit. Fast täglich wird man vor neue, überraschende Situationen
gestellt und muss blitzschnell eine Lösung finden. In einer solchen Situation das Erlernte aber
auch die eigene Erfahrung so einzusetzen, dass ein Mensch in Lebensgefahr bestmöglich gerettet
werden kann - dies ist ein sehr schönes Gefühl. Dabei reicht das Spektrum von der Notfallmedizin
bis hin zu technischen Schwerpunkten. Langweilig ist jedenfalls anders. Feuerwehr-Arbeit ist eine
„Mannschaftssportart“. Der einzelne Feuerwehrmann, die einzelne Feuerwehrfrau kann allein
relativ wenig ausrichten. Unsere Einsätze lassen sich nur bewältigen, wenn alle mit anpacken
und ihr Wissen und ihre Erfahrung gemeinsam einfließen lassen. Einzelkämpfer sind hier fehl am
Platze. Der Begriff vom Team zählt bei uns noch etwas.
Natürlich ist der Feuerwehrdienst aber auch belastend. Er ist nicht nur körperlich anstrengend,
sondern oft genug auch psychisch eine Herausforderung. Gerade in der Notfallrettung werden
die Einsatzkräfte immer wieder mit menschlichem Leid konfrontiert. Schon in der feuerwehr-
technischen Grundausbildung lernen unsere Einsatzkräfte deshalb, wie man mit belastenden
Ereignissen umgeht. Wer dennoch Probleme hat, das Erlebte zu verarbeiten, für den ist unsere
Einsatznachsorge da. Zum Glück müssen aber nur die wenigsten Einsatzkräfte diese Hilfe in
Anspruch nehmen, denn auch hier erweist sich die Kollegialität unter den Berliner Feuerwehrleuten
meist als besonders hilfreich.
Wie ein ganz normaler Tag bei der Berliner Feuerwehr aussieht, erfahren Sie auch hier.
Die Standorte
Bei der Berliner Berufsfeuerwehr gibt es 35 Berufsfeuerwachen. Eine Feuerwache ist (außer bei
Einsätzen) ständig mit hauptamtlichen Einsatzkräften besetzt. An jeder Feuerwache sind mindestens
ein LHF und zwei RTW stationiert. Die meisten Feuerwachen verfügen darüber hinaus auch noch
über eine DLK. An einigen Wachen ist auch noch jeweils ein zweites LHF stationiert. An manchen
Feuerwachen finden sich darüber hinaus auch Sonderfahrzeuge (wie z.B. für den ABC-Schutz oder
für kleinere technische Hilfeleistungen, wie z.B. Ölspuren auf Straßen) oder Führungsfahrzeuge
(Einsatzleitwagen ELW).
Jede Feuerwache wird von einem Wachleiter geführt. Ihm unterstehen die Leiter der drei oder vier
Dienstplangruppen (auch „Wachabteilungen“ genannt), im Feuerwehrjargon werden sie gerne auch
noch „Zugführer“ genannt.
Den klassischen „Löschzug“ gibt es als taktische Einheit bei der Berliner Feuerwehr jedoch schon
seit 1999 nicht mehr. Die kleinste taktische Einheit ist in der Brandbekämpfung die „Staffel“, also
ein LHF mit einer Besatzung von sechs Einsatzkräften (einer des gehobenen feuerwehrtechnischen
Dienstes und fünf des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes). Zum Stichwort „Feuer“
(z.B. Wohnungsbrand in einem klassischen Berliner Mietshaus) werden von unserer Feuerwehrleit-
stelle üblicherweise zwei Staffeln (also zwei LHF) sowie eine Drehleiter (zur möglichen Gestellung
eines zweiten Fluchtweges) und ein RTW für die Verletztenversorgung bzw. zur Eigensicherung
der eingesetzten Einsatzkräfte, insgesamt also 16 Einsatzkräfte, alarmiert. Es werden stets die
Einsatzkräfte alarmiert, die am schnellsten am Notfallort sein können. Reichen die Einsatzfahrzeuge
und –kräfte einer Wache nicht aus, um einen Notfall zu beschicken (z.B., weil die Feuerwache nur
über ein LHF verfügt), werden die entsprechenden Fahrzeuge der benachbarten Wachen oder
Freiwilligen Feuerwehren dazu alarmiert. Diese treffen sich dann an der Einsatzstelle und bewältigen
dann zusammen den Einsatz (sog. „Rendez-vous-Verfahren“).
Zu den einzelnen Feuerwachen der Berufsfeuerwehr gehören weitere Standorte der Notarzteinsatz-
fahrtzeuge (meist in Krankenhäusern) und einzelner Rettungswagen. Das Personal dieser Standorte
ist den Feuerwachen zugeordnet und wechselt sich üblicherweise in der Besetzung dieser „Satelliten-
Standorte“ ab. Auch jede einzelne Freiwillige Feuerwehr untersteht organisatorisch einer
Berufsfeuerwache.
Eine Liste aller Standorte der Berliner Feuerwehr finden Sie hier…
Die Laufbahnen
Berufsfeuerwehrleute sind in aller Regel Beamte des sog. feuerwehrtechnischen Einsatz-
dienstes. Der feuerwehrtechnische Dienst gliedert sich in drei Laufbahnen,
• den mittleren,
• den gehobenen und den
• höheren feuerwehrtechnischen Dienst.
Die Angehörigen des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes (Dienstgrade Brandmeister,
Oberbrandmeister, Hauptbrandmeister, Hauptbrandmeister mit Zulage) bilden das breite
Fundament der Berufsfeuerwehr. Sie leisten den Großteil unserer rund 330.000 Einsätze
jedes Jahr. Die Angehörigen dieser Laufbahn wurden nach einem Auswahlverfahren, in dem
festgestellt wurde, ob sie die Anforderungen für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst
erfüllen, in einer zweijährigen Ausbildung an unserer Feuerwehrschule für alle Einsatzfunktionen
ausgebildet und sind auf den Feuerwachen und Rettungsdienststandorten tätig als
• Rettungssanitäter/in,
• Truppmann/-frau bzw. Truppführer/in,
• Atemschutzgeräteträger/in,
• Fernmelder/in,
• Maschinisten (Bedienen von Drehleitern, Pumpen und Aggregaten) und
• LKW-Fahrer/in
Im weiteren Lauf ihrer Tätigkeit und bei entsprechenden Leistungen können sich die Einsatz-
kräfte des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes weiter qualifizieren, z.B. als Rettungs-
assistenten oder als Staffelführer. Auch ein Aufstieg in den gehobenen feuerwehrtechnischen
Dienst ist grundsätzlich möglich.
Die Beamten des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes (Dienstgrade Brandinspektor,
Brandoberinspektor, Brandamtmann, Brandamtsrat, Brandoberamtsrat, Brandoberamtsrat mit
Zulage) nehmen vorrangig Führungsaufgaben im „mittleren Management“ nach den Grund-
sätzen unseres Leitbildes wahr. Am Beginn der Laufbahn steht die Leitung einer Wachabteilung
(„Schichtführer/in“) auf einer Feuerwache mit ca. 20 bis 30 Einsatzkräften des mittleren feuer
wehrtechnischen Dienstes mit der Verantwortung für die Personalplanung und dem Personal-
einsatz im Schichtdienstbetrieb, die Planung der Mitarbeiterfortbildung und die Personalführung
im Allgemeinen sowie die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft. Im Einsatz führen die
Beamten des gehobenen Dienstes am Beginn ihrer Laufbahn bis zu zwei LHF-Besatzungen
(sog. Staffeln). Als „Staffelführer“ ist es Ihre Aufgabe, die Einsatzlage zu erkunden, die
erforderlichen Einsatzmaßnahmen zu entscheiden und anzuordnen und den Erfolg dieser
Maßnahme zu überprüfen.
Nach einigen Jahren in der Leitung einer Wachabteilung bestehen auch Beschäftigungsmöglich-
keiten als Leiter einer ganzen Feuerwache (Brandamtsrat / Brandoberamstrat) mit rund
100 Einsatzkräften oder in administrativen Bereichen, wie z.B. den Direktionen, den Service-
einheiten oder dem Stab. Hier erwarten Sie spannende Aufgaben im Personalmanagement,
im Vorbeugenden Brandschutz, im Technik- und IT-Bereich oder in der strategischen Planung.
Als Einsatzleiter der sog. Gruppe „C“ führen diese Beamten im Einsatz bis zu vier Staffeln.
Wer die Voraussetzungen für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst erfüllt und das
entsprechende Auswahlverfahren erfolgreich gemeistert hat, wird umfassend für die Aufgaben
im gehobenen Dienst qualifiziert. Sie absolvieren einen zweijährigen Vorbereitungsdienst an
unserer Feuerwehrschule in Berlin-Reinickendorf. Hier erhalten Sie zunächst eine feuerwehr-
technische Grundausbildung und dann die Ausbildung zum/zur Führer(in) einer Staffel.
Auf Ihre künftige Tätigkeit als Leiter(in) einer Wachabteilung werden Sie ebenfalls umfassend
vorbereitet. Dazu gehören auch praktische Abschnitte auf den Feuerwachen und bei anderen
Berufsfeuerwehren. Auch später bestehen diverse Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren,
z.B. zum Führer von Verbänden. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, vom gehobenen
in den höheren feuerwehrtechnischen Dienst aufzusteigen.
Ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Master) ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für
den höheren feuerwehrtechnischen Dienst. Beamte dieser Laufbahn nehmen vorrangig Führungs-
aufgaben im „oberen Management“ nach den Grundsätzen unseres Leitbildes wahr. Zu ihren
Aufgaben zählen anspruchsvolle Tätigkeiten im Personalmanagement, im Vorbeugenden Brand-
schutz, im Technikbereich oder in der strategischen Planung. Später werden sie Führungsaufgaben
in den Direktionen, den Serviceeinheiten oder dem Stab übernehmen und Einsätze mit mehr als vier
Staffeln bei besonders komplexen Einsatzlagen führen. Denkbar ist auch die Leitung einer gesamten
Feuerwehr oder eine Führungstätigkeit an einer Landesfeuerwehrschule. Es bestehen aber auch
interessante Tätigkeitsfelder in Ministerialbereichen außerhalb einer Feuerwehr.
Auf diese Tätigkeit werden die Beamten in einem zweijährigen Brandreferendariat vorbereitet. Das
Referendariat wird koordiniert vom deutschen Städtetag und erfolgt an verschiedenen Feuerwehr-
schulen im gesamten Bundesgebiet. Hier erhalten die Brandreferendare zunächst eine feuerwehr-
technische Grundausbildung und dann die Ausbildung zum/zur Führer(in) eines Löschzuges. Dazu
gehören auch praktische Abschnitte in verschiedenen Feuerwehren und in Ministerialdienststellen.
Nach bestandener Brandassessor-Prüfung werden sie nach Maßgabe freier Stellen zum Brandrat
zur Anstellung bei einer Feuerwehr ernannt. In der darauffolgenden dreijährigen Probezeit haben
Sie die Möglichkeit, sich in verschiedenen Leitungsfunktionen im Einsatz und im rückwärtigen Bereich
zu bewähren. Dabei werden ihnen erfahrene Führungskräfte als Mentoren zur Seite gestellt. Im
Einsatz übernehmen Sie zunächst als Einsatzleiter/-in die Führung von vier Staffeln bei komplexen
Einsatzlagen. Hier ist es Ihre Aufgabe, die erforderlichen Einsatzmaßnahmen auf der Grundlage der
festgestellten Einsatzlage zu entscheiden und anzuordnen und den Erfolg dieser
Maßnahme zu überprüfen.
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