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Belastende Einsätze
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Belastende Einsätze

Eine psychisch starke Belastung kann durch einzelne als extrem empfundene Ereignisse oder durch die Gesamtheit von Erlebnissen bei Einsätzen hervorgerufen werden.

 

Als Beispiele für extreme Ereignisse kommen Einsätze in Frage

 

  • mit toten/schwerverletzten Kollegen,
  • mit toten/schwerverletzten Kindern, insbesondere nach Gewaltanwendung,
  • mit Opfern, die persönlich bekannt sind oder zu denen eine persönliche Bindung entsteht,
  • mit mehreren Toten/Verletzten,
  • mit ernsthafter Bedrohung der Einsatzkräfte (Waffengebrauch, Geiselnahme),
  • mit starkem Medieninteresse,
  • bei denen trotz aller Bemühungen nicht oder nur ungenügend geholfen werden konnte,
  • bei denen man sich selbst verletzt (z.B. Dienstunfall),
  • bei denen man andere verletzt oder tötet (z.B. Verkehrsunfall),
  • die aus sonstigen Gründen als außergewöhnlich belastend erlebt werden.

Außerhalb von Einsätzen können folgende Erlebnisse zu einer starken psychischen Belastung führen:

 

  • plötzlicher unerwarteter Tod eines Kollegen während der Dienstzeit
  • schwere Dienstunfälle (z.B. im Übungsdienst)
  • Situationen, die durch ihre Besonderheit den Rahmen der üblichen Belastungen überschreiten

 

Die Entscheidung, ob ein Einsatz oder sonstige Erlebnisse als kritisch belastend gewertet werden müssen, kann letztendlich nur jede Einsatzkraft individuell für sich selbst treffen.

Die Inanspruchnahme von Angeboten des Einsatznachsorgeteams ENT ist daher stets freiwillig.

Sinnvoll ist es jedoch, alle Betroffenen an den Nachbesprechungen zu beteiligen, da Stigmatisierungen Einzelner streng zu vermeiden sind.